Tannöd - Krimi-Spektakel mit Musik

Tannöd ist die spannende Geschichte eines authentischen Kriminalfalles (Hinterkaifeck), der bis zum heutigen Tage ungeklärt ist. Auf einem Einödhof werden sechs Mordopfer entdeckt, die mit einer Spitzhacke schrecklich zugerichtet wurden... .
Auf der Basis von Zeugenprotokollen der Nachbarn, der abergläubischen Pfarrersköchin, des ver-schlagenen Gelegenheitsdiebes Mich, der 8jährigen Betty und verschiedenster anderer imposanter Dorfcharaktere entsteht eine mitreißende Kriminalgeschichte, bei der wir auch immer wieder dem Mörder selbst und seinen Opfern begegnen, die ihre eigene Geschichte erzählen. 
Die beiden Schauspieler Johanna Bittenbinder und Heinz-Josef Braun schlüpfen dabei so lustvoll und lebendig in die verschiedenen Personen, dass sich der Zuschauer leibhaftig mitten im Geschehen fühlt. ART ENSEMBLE OF PASSAU (Peter Tuscher, Trompete; 
Leo Gmelch, Tuba, Posaune; Florian Burgmayr/Rainer Gruber, Akkordeon; Yogo Pausch, Schlagwerk) schaffen dazu wunderbare Atmosphären, spielen schmissige Polkas, sentimentale Walzer und schaurig-schöne Instrumentaljodler. 
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle - vital, grausam, humorvoll.

Johanna Bittenbinder ist Schauspielerin und aus vielen Film- und Fernsehproduktionen bekannt. (Tatort, Bulle von Tölz, München 7 u.a. ) Sie spielte in den Rosenmüller-Filmen „Wer früher stirbt, ist länger tot“, „Beste Gegend“ und „Beste Zeit“. 2014 war sie für ihre Rolle in dem ZDF-Film "Zwei Allein" für den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin nominiert. Außerdem spielt sie die Hauptrolle (Polizeiobermeisterin Gisela Wegmeyer) in den Niederbayern-Krimis des Bayerischen Fernsehens „Sau Nummer vier“(2010) und „Paradis 505“ (2013)
Heinz-Josef Braun wirkte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit („Wer früher stirbt, ist länger tot“, "Tatort", "Polizeiruf", "Unter Verdacht", "Orange", "Paradis 505"). Er ist außerdem mit Soloprogrammen als Kabarettist und Musiker unterwegs. Von 1983 bis 1999 war er Bassist bei „Haindling“.

 

3.11.2018 um 20:00 Uhr Stadthalle Neustadt Waldnaab - Tickets beim Neuen Tag und allen angeschlossenen VVK Stellen ab 23.€ — www.nt-ticket.de

 

Interview Johanna Bittenbinder – Tannöd

 

 

Das Schauspielerpaar Johanna Bittenbinder und Heinz-Josef Braun bringt am ... den Krimi-Bestseller „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel als Live-Hörspiel mit Musik auf die Bühne .... Bittenbinder und Braun sind aus vielen Film- und Fernsehproduktionen bekannt. So spielten sie u. a. in einigen Rosenmüller-Filmen, im Tatort, Polizeiruf, München 7. Johanna Bittenbinder war 2014 für ihre Rolle in dem ZDF-Film "Zwei Allein" für den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin nominiert. Sie ist außerdem die Polizeiobermeisterin Gisela Wegmeyer in den Niederbayernkrimis des Bayerischen Fernsehens

Ein Gespräch mit Johanna Bittenbinder von Friedl Ritter.

Was hat Sie an der Tannöd-Geschichte gereizt ?
Zu diesem schauerlichen Geschehen, das sich da auf einem oberbayrischen Einöd-Bauernhof abspielt, habe ich einen ganz persönlichen Bezug. Ich bin nämlich auf einem Aussiedlerhof aufgewachsen und ich kenne die Geschichte seit meiner Kindheit. Das ist damals oft erzählt worden und wir haben uns entsprechend gegruselt. Als dann das Buch erschien, haben mein Mann und ich ziemlich schnell entschieden. Das bringen wir auf die Bühne.

Was ist das Besondere an Ihrer Inszenierung?
Für uns war sofort klar, dass wir kein Theaterstück draus machen wollen, sondern dass es ein live aufgeführtes Hörspiel werden soll. Das grauenhafte Geschehen findet im Kopf der Zuschauer und Zuhörer statt. Wir sitzen dabei einfach an einem Tisch, lesen und verkörpern alle Frauen- und Männer-Rollen, sind sowohl Zeugen, Opfer wie auch der Mörder. Die Musik vom ART ENSEMBLE OF PASSAU mit Trompete, Akkordeon, Tuba und Schlagzeug begleitet und dramatisiert das Ganze. So wird richtig spürbar, wie der Wind durch die Ritzen pfeift oder die Türen des alten Hauses knarzen. 

Wie reagiert das Publikum?
Die Zuhörer sind voll im Geschehen und atemlos gespannt. Da könnte man eine Stecknadel fallen hören. Egal, ob in Wirtshaussälen oder eher spröden Stadthallen – die Leute fühlen sich wie im kalten Stall von Hinterkaifeck. Aber es gibt zwischendurch bei den Zeugenaussagen auch immer wieder etwas zum Schmunzeln, sonst könnte man das Ganze kaum aushalten.

Frau Bittenbinder, Sie spielen viel in Kino- und Fernsehfilmen, die einen bayrischen „Sound“ haben – u. a. in den Niederbayernkrimis die Polizeiobermeisterin Gisela Wegmeyer. Warum gibt es eigentlich in den letzten Jahren einen regelrechten Boom in diesem Filmgenre?
Das hat bestimmt etwas mit der sogenannten Globalisierung zu tun. Auch wenn man in der ganzen Welt zuhause ist, ist es wichtig, seine Wurzeln zu spüren. Und da entdecken viele den Ort ihrer Herkunft wieder neu und spüren, dass man sich z. B. im Dialekt viel genauer ausdrücken und Gefühle ganz anders transportieren kann. Im Film haben Regisseure wie Rainer Wolffhardt mit seiner Löwengrube, Helmut Dietl mit seinen unvergesslichen Münchner Gschichten oder Franz-Xaver Bogner mit seinen herrlichen Serien vor Jahren den Grundstein gelegt. Vor allem Marcus H. Rosenmüller mit seinem „Wer früher stirbt, ist länger tot“ ist es zu verdanken, dass diese Tradition des anarchistischen und authentischen bayrischen Films fortgesetzt wird und es gibt noch einige Hoffnungsträger an jungen Regisseuren. 

 

 


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